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Die Baugeschichte der Kirche

In einer Urkunde aus dem Jahr 1302 wird die "obere Kirche" erwähnt. Der älteste Teil der Kirche ist der Chorraum mit dem Chorbogen. Das Kirchenschiff war 32 Fuß lang (keine 10m) und mit jeweils 1m nur unwesentlich breiter als der Chorbogen. 
Im Jahr 1547 wird der Kirchturm in der heutigen Form (Brüstung, Pyramide und Spiraltreppe) fertiggestellt.
1960/61 fand die Veränderung zum heutigen Kirchenraum statt. Es spiegelte sich darin die neue Gemeindetheologie: Die Kanzel kommt vom hohen Platz herunter, der Altar kommt aus dem Chorraum heraus, der Pfarrer (damals noch nur Pfarrer) ist  im Gottesdienst nahe bei der Gemeinde.
Zuletzt fand im Jahr 2002 eine Renovierung am Kirchturm statt. 
 
 
Wie lang war das erste Kirchenschiff? 
Seit wann hat das Kirchenschiff die heutige Größe?
Wann wurden die neugotischen Elemente eingefügt?
Seit wann ist das Strahlenkreuz oben auf dem Turm?
 
 
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, Dieter Ohmberger
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, Dieter Ohmberger
frühe Kirche Grundriss (Chorraum, Sakristei, Kirchenschiff)
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
Grundriss 1756 Ansicht aus dem Bauplan
 
 
Eine Zeittabelle zeigt die Entwicklung des Kirchenbaus:
 

1302

Erste Erwähnung der oberen Kirche in Denzlingen

1360-1370    

Mehrmals findet sich der Name   St. Georgii in den Urkunden: eine zur Mutterkirche St.Martin zu Waldkirch (ecclesia S. Martini prope Waltkilch) gehörende Kirche Tenzelingen S. Georgii aufgeführt.        

1547

Diese Jahreszahl in römischen Ziffern befindet sich in   der Brüstung auf dem Turm der (heute evangelischen) Kirche zwischen dem   Engelsgruß AVE MARIA GRACIA PLENA   DOMINUS TECUM und dem Hachberger Wappen. Fertigstellung der Brüstung und   der Trumpyramide.

1556

Markgraf Karl II. erlässt die protestantische   Kirchenordnung. Die Einwohner der Markgrafschaft Hachberg, und damit die Denzlinger, müssen zur „neuen Lehre“ übertreten und werden evangelisch.

1591

Dieses Datum trägt die älteste Glocke im Turm der Kirche.   Die Glocke wurde in der Züricher Gießhütte Fuessli gegossen.   

1682

Pfarrer Kirchhoff drängt auf den Aufbau und wegen der volckreichen gemeindt gleichzeitigen   auf Vergrößerung der Kirche. Auch das Pfarrhaus sollte wieder aufgebaut werden. Der Pfarrer wohnt zur Zeit in Sexau.

1691

Die Kirche brennt nieder. „Nicht ohne Verschulden des Vogtes“, wie es heißt.

1711

An der Kirche werden Reparaturarbeiten durchgeführt.   Das Oberamt Emmendingen beklagt wieder die Tatenlosigkeit des für Turm und Chor baupflichtigen Waldkircher Stiftes.

1715

Wiederherstellung der oberen Kirche, so bei Belagerung Freiburg’s im Langhaus ruiniert   worden. Es wurden größere Mengen an Baumaterialien (Steine, Holzbalken, Ziegel,  Fenster, Türen etc.) laut Rechnungen und Accord (Vereinbarung) an der Kirche verarbeitet und eingebaut.

1755

In diesem Jahr wurde von Glockengießer Bossier aus Colmar in Denzlingen an Ort und Stelle zu den   beiden vorhandenen Glocken eine neue Glocke gegossen.

1756

Der Markgraf erteilt die neue Baugenehmigung an das Oberamt, Specialat und Geistl. Verwaltung. Das Kirchenschiff erhält die heutige Größe.

1861

Das Äußere der Kirche wird renoviert und in   neugotischem Stil „verschönert.

1883

Auf dem Kirchplatz wird eine Luther-Linde gepflanzt.

1893

Das Kirchendach wurde neu gedeckt und die Außenwände   des Kirchengebäudes erhielten einen neuen Anstrich.

1896

Es beginnen umfangreiche Renovierungs- u. Umbauarbeiten   an Turm und Kirche die bis Ende 1898 andauern.

1897

Erstellung eines eisernen Gebälkes unter dem Glockenstuhl.   Diese Maßnahme war die Ursache für die späteren Schwankungen von Turm und   Pyramidenaufsatz.

1905

Der Läuteplatz wird vom Chor in die erste Etage des   Turmes verlegt.

1951

Im Kirchturm wird ein elektrisches Läutwerk   installiert. Bisher hatte der jeweilige Konfirmandenjahrgang das Läuten   übernommen.

1953

Das Bad. Bezirksbauamt Freiburg führt ein Probeläuten   am ev. Kirchturm durch und stellt starke Schwankungen des Turmes in Höhe des   Glockenstuhles, und insbesondere des steinernen Helmes

1957

Der Kirchengemeinderat Denzlingen bittet um Erlaubnis   zum Abbruch der Kirchturmpyramide. Dies wurde abgelehnt.

1960

Die Wetterfahne mit der Inschrift „Vogt Rappold 1827“ wird   durch ein vergoldetes Strahlenkreuz ersetzt.

1960

Anschaffung einer neuen elektrischen Kirchturmuhr durch   die Gemeinde. Es werden Zifferblätter an allen vier Turmseiten, an den   Fenstern des Glockenstuhles, angebracht.

1961

Mit einem feierlichen Gottesdienst wird die umgebaute   und renovierte Evangelische Kirche wieder eingeweiht.

2002

Es beginnen umfangreiche Renovierungsarbeiten am Turm.

(aus dem Vortrag von Dieter Ohmberger, 2002)
 
 
Hier eine ausführliche Darstellung der Zeittafel, einschließlich der Quellenangaben.
 
 
Eine ausführliche Kirchenführung zur Baugeschichte mit Jahresangaben, Fotos und kurzen Texten:  
   (Beachte: 4 MB)
 
Zeichnung des Kirchenraums 
 
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
 
 
als A 4 Blatt (pdf)  
 
 
 
Fotos:
 
 
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
 
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
 ....mit Schlüssel  Erzengel .....
 
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
 
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
 in der Fensterlaibung  Gewölbe
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
 Neugotik am Turm  Fenster am Kirchenschiff
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
 Postkarte 1930  (verhüllter) Turm 2002
 
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
 
Quelle: Kirchengemeinde Denzlingen, hn
 Wetterhahn mit Inschrift  Strahlenkreuz - neu vergoldet 2002
 
 
 

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