
„Eine Jüdische Kantate“ von Martín Palmeri – Gemeinsames Sommerkonzert von Georgskantorei und
Kantorei Emmendingen
Seit einigen Jahren pflegt die Georgskantorei die Tradition einer größeren Choraufführung im
Sommer, meistens im Rahmen einer „Geistlichen Abendmusik“. In diesem Jahr stand nun etwas ganz
Besonderes auf dem Programm, und das gleich in vielerlei Hinsicht.
Von Jörn Bartels, Bezirkskantor und Chorleiter der Kantorei Emmendingen, kam der Impuls, die erst
2024 fertiggestellte und noch selten öffentlich aufgeführte „Jüdische Kantate“ des argentinischen
Komponisten Martín Palmeri gemeinsam mit der Georgskantorei einzustudieren und auch
gemeinsam in zwei Konzerten aufzuführen, das erste in der Georgskirche Denzlingen am 27. Juni und
das zweite in der Stadtkirche Emmendingen am 28. Juni. Martín Palmeri ist vor allem bekannt durch
seine „Misa a Buenos Aires“, auch genannt „Tangomesse“, die die Georgskantorei im Juni 2023
aufgeführt hatte. Und so wie er in der Tangomesse die klassische lateinische Liturgie mit den
Rhythmen und Melodien des argentinischen Tangos vereint, schlägt er in der „Jüdischen Kantate“
auch wieder eine Brücke zwischen den Kulturen: die europäische geistliche Chortradition trifft auf
jiddische Volkslieder, zusammen mit weiteren bekannten jüdischen Melodien und Klezmer-
Elementen. Die dabei entstehenden, teils hochkomplexen Klangwelten stellen sowohl für die
Chorsänger als auch für die Orchestermusiker eine große Herausforderung dar. Dieser
Herausforderung wollten wir uns gerne stellen und freuten uns auf die Zusammenarbeit mit den
Emmendingern - und auf die beiden Konzerte!
Auch freuten wir uns über die Verstärkung durch zahlreiche Projektsänger – einige sind schon lange
immer wieder bei größeren Aufführungen dabei, und einige neue Gesichter und Stimmen kamen
dazu. Im Mai fanden dann die ersten gemeinsamen Proben mit allen Sängerinnen und Sängern aus
Denzlingen und Emmendingen statt, abwechselnd geleitet von Wolfgang Faller und Jörn Bartels. Über
80 Stimmen – welch ein Klang!
Kantorei Emmendingen
Seit einigen Jahren pflegt die Georgskantorei die Tradition einer größeren Choraufführung im
Sommer, meistens im Rahmen einer „Geistlichen Abendmusik“. In diesem Jahr stand nun etwas ganz
Besonderes auf dem Programm, und das gleich in vielerlei Hinsicht.
Von Jörn Bartels, Bezirkskantor und Chorleiter der Kantorei Emmendingen, kam der Impuls, die erst
2024 fertiggestellte und noch selten öffentlich aufgeführte „Jüdische Kantate“ des argentinischen
Komponisten Martín Palmeri gemeinsam mit der Georgskantorei einzustudieren und auch
gemeinsam in zwei Konzerten aufzuführen, das erste in der Georgskirche Denzlingen am 27. Juni und
das zweite in der Stadtkirche Emmendingen am 28. Juni. Martín Palmeri ist vor allem bekannt durch
seine „Misa a Buenos Aires“, auch genannt „Tangomesse“, die die Georgskantorei im Juni 2023
aufgeführt hatte. Und so wie er in der Tangomesse die klassische lateinische Liturgie mit den
Rhythmen und Melodien des argentinischen Tangos vereint, schlägt er in der „Jüdischen Kantate“
auch wieder eine Brücke zwischen den Kulturen: die europäische geistliche Chortradition trifft auf
jiddische Volkslieder, zusammen mit weiteren bekannten jüdischen Melodien und Klezmer-
Elementen. Die dabei entstehenden, teils hochkomplexen Klangwelten stellen sowohl für die
Chorsänger als auch für die Orchestermusiker eine große Herausforderung dar. Dieser
Herausforderung wollten wir uns gerne stellen und freuten uns auf die Zusammenarbeit mit den
Emmendingern - und auf die beiden Konzerte!
Auch freuten wir uns über die Verstärkung durch zahlreiche Projektsänger – einige sind schon lange
immer wieder bei größeren Aufführungen dabei, und einige neue Gesichter und Stimmen kamen
dazu. Im Mai fanden dann die ersten gemeinsamen Proben mit allen Sängerinnen und Sängern aus
Denzlingen und Emmendingen statt, abwechselnd geleitet von Wolfgang Faller und Jörn Bartels. Über
80 Stimmen – welch ein Klang!

Bald gab es eine große Überraschung: Martín Palmeri selbst würde aus Argentinien anreisen und den
Klavierpart bei den Konzerten übernehmen! Das Konzertprogramm war dann auch festgelegt: Die aus
sieben Teilen bestehende „Jüdische Kantate“ würde umrahmt werden von je zwei Sätzen aus der
„Tangomesse“, und etwa in der Hälfte würde das Duo „Oud dates Cuatro“ (Adonis Fatra und Susana
Schnell) das Programm mit einer Verschmelzung von arabischen und lateinamerikanischen Klängen
bereichern. Für das Orchester konnte, wie auch schon 2023 zur Tangomesse, Wolfgang Weniger am
Bandoneon gewonnen werden, und Julien Laffaire würde seiner Klarinette die typischen Klezmer-
Klänge entlocken. Außerdem mit dabei: Antonio und Conny Pellegrini, Sybille Scherberger, Brita Kopf
und France Beaudry-Wichmann (Streicher) sowie Michaela Kinzler (Mezzosopran).
Das Konzertwochenende nahte und die Temperaturen stiegen der 40-Grad-Marke entgegen. Die
Hoffnung auf erträgliches Klima innerhalb dicker Kirchenmauern erwies sich als trügerisch. Zur
Generalprobe am Freitag hatten wir schließlich das außerordentliche Vergnügen, den Komponisten
und Pianisten kennenlernen zu dürfen, und „der Martin“ ließ es sich nicht nehmen, uns und unseren
beiden Dirigenten an der einen oder anderen Partiturstelle der „Jüdischen Kantate“ seine
Vorstellungen zur musikalischen Umsetzung zu erläutern.
Klavierpart bei den Konzerten übernehmen! Das Konzertprogramm war dann auch festgelegt: Die aus
sieben Teilen bestehende „Jüdische Kantate“ würde umrahmt werden von je zwei Sätzen aus der
„Tangomesse“, und etwa in der Hälfte würde das Duo „Oud dates Cuatro“ (Adonis Fatra und Susana
Schnell) das Programm mit einer Verschmelzung von arabischen und lateinamerikanischen Klängen
bereichern. Für das Orchester konnte, wie auch schon 2023 zur Tangomesse, Wolfgang Weniger am
Bandoneon gewonnen werden, und Julien Laffaire würde seiner Klarinette die typischen Klezmer-
Klänge entlocken. Außerdem mit dabei: Antonio und Conny Pellegrini, Sybille Scherberger, Brita Kopf
und France Beaudry-Wichmann (Streicher) sowie Michaela Kinzler (Mezzosopran).
Das Konzertwochenende nahte und die Temperaturen stiegen der 40-Grad-Marke entgegen. Die
Hoffnung auf erträgliches Klima innerhalb dicker Kirchenmauern erwies sich als trügerisch. Zur
Generalprobe am Freitag hatten wir schließlich das außerordentliche Vergnügen, den Komponisten
und Pianisten kennenlernen zu dürfen, und „der Martin“ ließ es sich nicht nehmen, uns und unseren
beiden Dirigenten an der einen oder anderen Partiturstelle der „Jüdischen Kantate“ seine
Vorstellungen zur musikalischen Umsetzung zu erläutern.
Zu unserer riesengroßen Freude waren dann beide Konzerte trotz der tropischen Temperaturen sehr
gut besucht, und die Zuhörer sowohl in Denzlingen als auch in Emmendingen spendeten begeisterten
Applaus. Für alle Beteiligten waren diese außergewöhnlichen Konzerte ein herausragendes,
beglückendes Ereignis, und ein ganz großer Dank geht an Wolfgang und Jörn, die das Projekt mit
unglaublich viel Einsatz und Energie ermöglicht und umgesetzt haben.
Ausblick: Für den traditionellen Kantatengottesdienst der Georgskantorei am 26.12 2026 ist die
Choralkantate „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy geplant. Die Proben beginnen
voraussichtlich im Oktober, Projektsänger sind wie immer herzlich eingeladen!
Carolin Waldmann
gut besucht, und die Zuhörer sowohl in Denzlingen als auch in Emmendingen spendeten begeisterten
Applaus. Für alle Beteiligten waren diese außergewöhnlichen Konzerte ein herausragendes,
beglückendes Ereignis, und ein ganz großer Dank geht an Wolfgang und Jörn, die das Projekt mit
unglaublich viel Einsatz und Energie ermöglicht und umgesetzt haben.
Ausblick: Für den traditionellen Kantatengottesdienst der Georgskantorei am 26.12 2026 ist die
Choralkantate „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy geplant. Die Proben beginnen
voraussichtlich im Oktober, Projektsänger sind wie immer herzlich eingeladen!
Carolin Waldmann






