Kirche Glottertal

 

Zum Bau der Kirche in Glottertal

 
Im Jahr 1971 wurde die evangelische Kirche in Glottertal eingeweiht und ist für viele Menschen zu einem Ort der Besinnung, der Gemeinschaft und geistlichen Heimat geworden. Schauen Sie sich um. Entdecken Sie den Raum und gönnen Sie sich eine Zeit der Stille.
Hier ein paar Informationen zum Entstehen der Kirche und deren Weiterentwicklung.
1938 hatte Glottertal 20 evangelische Gemeindeglieder, die meisten waren Angestellte des „Sanatoriums Glotterbad“. Pfr. Hermann Leser begann im Jahr 1939 Gottesdienste in einem Schulsaal anzubieten.
1953 wurde ein Antrag an den Ev. Oberkirchenrat geschrieben mit der Bitte zum Bau einer Kapelle.
1960 wechselte die Trägerschaft der „Klinik Glotterbad“ zur LVA Württemberg. Die Kurgäste waren Kirchgang gewohnt, die Klinikleitung und die LVA drängten darauf, dass ein angemessener Kirchenraum entsteht.
1962 nahm Pfarrer Gerhard Jung die Verhandlungen über ein mögliches Grundstück und den Bau einer Kirche auf. Der vereinbarte Notartermin zum Kauf platzte, weil eine ev. Kirche im Glottertal nicht bei allen erwünscht war.
1966 konnte die Evangelische Kirchengemeinde das Flurstück 58 in der Größe von 40 ar kaufen.
 

1969 begann die Planung für den Bau einer Kirche mit einem Wohnhaus nebenan. Der Entwurf der Architekten Werner Mayer, Freiburg, und Gustav Gries, Denzlingen, erhielt die Zustimmung.

 
 
1970: Die Kosten betrugen 350.000 DM. „Mit Rücksicht auf die überparochale Arbeit (Kurseelsorge)“ hat der Ev. Oberkirchenrat hat zugestimmt, dass der Kirchenbau in Ohrenbach durchgeführt wird. Der Kirchenraum ist schlicht, hat aber gerade dadurch einen überaus reizvollen Charakter.
 

Die Wände greifen wie geschwungene Schalen übereinander und öffnen den Raum. Der grobe helle Putz ist wohltuend ruhig für das Auge. Ein Kranz aus Sichtbeton ermöglicht den Blick nach oben. Die beiden Dachteile bilden ein Zelt mit einem Fensterband. So wird das Tageslicht zum Altarraum geführt. Altar, Kanzel, Taufbecken, das Altarkreuz und die Kerzenhalter sind in einfachen, klaren Formen gehalten.
 

Ein Orgelpositiv konnte angeschafft werden. Auf einen Glockenturm und Glocken wurde verzichtet.
 
1971 wurde am 11.07.1971 die Kirche der Gemeinde in einem Festgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors und des Posaunenchors der Gemeinde übergeben. Von dieser Zeit an, gab es an jedem Sonntag einen Gottesdienst mit Beginn um 9.00 Uhr in der Glottertäler Kirche.
 
 
 
1982 erhielt die Kirche ein Kreuz im Außenbereich. Gemeindeglieder hatten mit dem Erlös aus dem Maitreff 1981 das Kreuz finanziert.
  
 
1988 wurde die Künstlerin Gunvor Sandval aus Schweden mit der Erstellung des Wandbehangs mit dem feingeknüpften Kreuz und der Friedenstaube und dem Titel „Lebensbaum“ beauftragt.
1996 wurde die Feier zum 25-jährigen Jubiläum von der „Bastelgruppe Glottertal“ vorbereitet und organisiert. Am Samstag, den 06.07.1996 wurde das Fest mit einem Abend im Festzelt eröffnet. Am Sonntag, den 07.07.1996, wurde Gottesdienst gefeiert, mit anschließendem Programm bis in den späten Nachmittag.
 
Hinweis zur Ökumene: Pfarrer Gluitz von der katholischen Gemeinde Glottertal sprach ein Grußwort. Er zeigte sich dankbar, dass die unguten früheren Verhältnisse im Wandel sind, und wünschte Gottes Segen für einen gemeinsamen Weg. Als Zeichen der neu gefundenen Gemeinsamkeit überbrachte die kath. Frauengemeinschaft eine selbst hergestellte Altardecke.)
 
 
  
1996 verwirklichte sich ein lang gehegter Wunsch nach einem künstlerisch gestalteten Glasfenster. Regine Schönthaler erläuterte ihre Gedanken zu diesem Fenster
Das Fenster ist ein luftiges Netz aus Gelb und Grün, mit Licht zum Wachsen. An den Kreuzungen sind transparente intensive gelbe Dreiecke, die jeweils von Blattformen in verschiedenen Grüntönen umgeben sind. Die rhythmische Gestaltung in heller Farbigkeit wurde einer bildhaften bunten vorgezogen, um dem Fenster keinen zu starken Akzent zu geben, da sonst die Harmonie des Raumes ebenso der Hintergrund für den Prediger gestört werden würde.“

Zum Download: 

Quelle: ev. Kirchengemeinde Denzlingen, Hartmut Nübling

erstellt 2021 Hartmut Nübling